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 Waldstetten/Wißgoldingen e.V.

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Neuer Standort für das Marine-Ehrenmal

beim Seemannsheim Heckenhof


Nicht nur in Laboe bei Kiel sondern erstaunlicherweise weit entfernt von der See, im Binnenland am Rande der Schwäbischen Alb am Fuße des Stuifen, gibt es ein Marine-Ehrenmal, das der Toten und Gefallenen der Meere gedenkt und überhaupt an alle auf See Gebliebenen erinnert.

 

Der Waldstetter Jupp Deininger kaufte 1959 mit seiner Familie den Heckenhof und betrieb in den ersten Jahren die dortige Landwirtschaft.

Gleichzeitig war er als Hausmetzger tätig und richtete mit seiner Frau Elfriede im Heckenhof ein Vesperlokal ein, welches unter dem Namen „Seemannsheim“ weit und breit bekannt wurde.

 

Jupp Deininger war in jungen Jahren selbst zur See gefahren und war Mitglied in der Marinekameradschaft Schwäbisch Gmünd.

Jupps Vesperstube wurde zum Stammlokal und das Gelände vor dem Hof bot genügend Platz für eine angedachte Gedenkstätte für die auf See gebliebenen Kameraden.

 

Im September 1961 wurde das Marine-Ehrenmal feierlich eingeweiht und

in den Folgejahren war es Ort vieler Gedenkveranstaltungen.

 

„Mit seinen Flaggen grüßt der Signalmast ins Land.“ „Der Masten erinnert an die gemeinsam ertragene Mühe, die Tafel am Fuß des Ehrenmals mahnt zum getreuen Gedächtnis „Den auf See Gebliebenen“ .“(GT, 26.9.1961)

 

Dr. Ulrich Müller beschreibt 1998 in seinem Aufsatz die Anlage des Ehrenmals (in: Einhorn - Jahrbuch 1998, S.182):

„Inmitten der Terrasse wurde nun die Nachbildung eines Signalmasten einbetoniert, … Ein Anker, eine Spende von einer norddeutschen Werft liegt vor der Mauer, eine Schiffsglocke und eine Ankerboje stammt vom Seenotboot „Lübeck“. Später wurde noch die Tafel zur Erinnerung an Gorch Fock angebracht. Die ganze Anlage ist durch ein mächtiges Schiffstau von der Straße und Wiese abgegrenzt. Es handelt sich dabei um eine Festmacherleine vom Lenkwaffenzerstörer „Rommel“.

 

Der Gmünder Marinekameradschaft war es im Laufe der Jahre angesichts der eigenen Altersstruktur immer weniger möglich, sich angemessen um das Ehrenmal zu kümmern. Nach dem Tod von Jupp Deininger im Jahr 2007 wurde der Heckenhof von der Familie verkauft und in neue Hände übergeben.

 

Der Hinweis des Waldstetter Historikers Prof. Dr. Müller auf einen drohenden Zerfall des Marine-Ehrenmals und die Initiative und die tatkräftige Unterstützung des Waldstetter Heimatvereins veranlasste die Gemeinde Waldstetten im fünfzigsten Jahr des Bestehens dieses in unserem Raume ungewöhnlichen Denkmals zur Renovierung und Umsetzung vom bisherigen Standort beim Heckenhof an einen neuen Standort, nämlich auf das Parkareal des Alten Friedhof in der Ortsmitte neben der Antoniuskapelle und den Kriegsgräbern des 2. Weltkrieges.

 

Am 11. Mai 2012 wurde das Marine-Ehrenmal am neuen Standort unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in würdiger Weise feierlich eingeweiht und wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Hans-Walter Burkhardt


 


 

Links zum Nachlesen:

 

Logbuch der Marine-Kameradschaft Schwäbisch Gmünd (Auszug)

 

Erinnerungen an den Heckenhof (Frau Grambole)

 

Marinevereinigung SMS Württemberg

 

Skagerrak

 

Gorch Fock

 

Felix Graf von Luckner

 

Gmünder Tagespost vom 26. September 1961

 

Gmünder Tagespost vom 12. Mai 2012

 

Ulrich Müller: Das Ehrenmal auf dem Heckenhof

(in: Einhorn-Jahrbuch 1998, S. 181-184)

 

 


 

 

Bildergalerie_1 - neuer Standort:  Alter Friedhof 

 

Bildergalerie_2 - alter Standort:  Seemannsheim Heckenhof

 

Bildergalerie_3 - Das Logbuch der Marine-Kameradschaft Schwäbisch Gmünd (Auszug)

 

Bildquellen: Burkhardt, Deininger/Marinekameradschaft, Einhorn Jahrbuch 1998, Gemeinde Waldstetten, Gmünder Tagespost, Schaarschmidt, Schießl

 

 

Quellenangabe:

(mündliche) Auskünfte von Elfriede Deininger, Bernd Schaarschmidt, Herbert Schießl

(schriftliche) Erinnerungen von Frau Christa Grambole zum Marine-Ehrenmal am Heckenhof in Waldstetten

Gmünder Tagespost vom 26.09.1961

Gmünder Tagespost vom 12.05.2012

Ulrich Müller: Das Ehrenmal auf dem Heckenhof,

in: einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 1998, Einhorn-Verlag E. Dietenberger Schwäbisch Gmünd 1998, S. 181 ff.

Wikipedia Internet Enzyklopädie






 


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